Freitag, 11. Juni 2010

Regen der Erinnerung

Anlässlich des plätschernden Wetters dachte ich mir, ich gebe mal ein paar Erinnerungen preis, die ich sehr schätze. Mag sein, dass diese für andere lächerlich wirkt, aber mir ist und bleibt sie sehr wichtig und ich blicke immer mit einem Lächeln zurück.

Auf diesen Blogeintrag kam ich gestern, als ich mich ins Bett legte und ich Draußen den Regen prasseln hörte. Ein schönes Geräusch, wie ich finde.
Ich weiß noch, dass ich als Kind mit 6-7 Jahren immer gerne im Regen rausgegangen bin. Meistens habe ich mir meine beste Freundin geschnappt und wir sind zusammen mit 1-2 Mark zum nächsten Spar gelaufen und haben keine Pfütze zum Reínspringen ausgelassen.



Quelle: Google

Wenn man dann so richtig schön nass geworden ist, sprintete man schnell nach Hause um sich umzuziehen und dann mit irgendwelchen Leckereien dem Regen weiterhin zuzusehen.
Oft haben wir uns einen Toaster geschnappt, in den Türrahmen gesetzt und frisches, warmes Graubrot aus besagtem Toaster verputzt. Ich habe heute noch ein wohliges Gefühl, wenn ich getoastetes Graubrot rieche <3

Auch heute bin ich noch gerne im Regen im Freien, ganz besonders bei aktuellen warmen Sommerregen. Es gibt mir ein Gefühl, das Kind in mir noch nicht komplett verloren zu haben, denn diese Emotion beschleicht mich oft, aus unerfindlichen Gründen. 
Ist das bei euch auch so? Dass so vermutlich kleine, selbstverständliche Dinge Erinnerungen in euch wachrufen, die euch automatisch ein gutes Gefühl geben, obwohl diese Zeiten schon so lange her sind?

Auf jeden Fall ist dieses Bild vor meinen Augen ein sehr wichtiges und es lehrt mich, wieder mehr auf die alltäglichen Kleinigkeiten zu achten.
Ich werde mich nun ans Fenster setzen und dem Regen beim Fallen zusehen <3

Kommentare:

  1. Hallo Christina,
    ich mag den Regen irgendwie nicht. Wäre froh, hier würde es endlich mal trocken bleiben.

    Schönen Sonntag ;-)

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  2. Hm.. Ich kann extrem gut nachempfinden was du meinst.
    Leider habe ich einen solchen Sommerregen schon lange nicht mehr richtig erlebt.

    Früher habe ich es geliebt draußen zu sein wenn es anfängt zu regnen. Barfuss auf dem warmen Boden. Der erdige Geruch der aufsteigt wenn das Wasser auf den warmen Boden trifft. Und wie habe auch ich die Pfützen geliebt.
    Und wenn ich dann klatsch nass war, dann bin ich reingetapst, meine Mutter hat gemeckert weil der Boden auch nass wurde, dann hat sie gelächelt und mich in ne Decke gewickelt und wir haben zusammen auf dem Balkon oder im Hof unterm Dach gesessen..

    Es tut gut an diese Zeit zu denken. Grade im Moment habe ich diesen Halt irgendwie gebraucht.

    Danke für diese Erinnerung ;)

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  3. Nichts zu danken :) Solche Erinnerungen können einem wirklich das Leben retten, finde ich :3

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