Samstag, 15. November 2014

Ich bin stolz. Letztendlich.

Oh du mein Blog *streichel*

10 Monate zogen fast ins Land seit meinem letzten Eintrag und verdammte Axt, es hat sich eine Menge in meinem Leben getan. Und das von 0 auf 100.

Trennung, Umzug.
Knappe 200 kilometer.
Tränen, oh verdammt, abermillionen Tränen pflasterten diesen Weg, der so steinig schien.



Gezweifelt habe ich Nacht um Nacht nur um bei Tag vor Anderen eine starke Erscheinung aufrecht zu erhalten, mich in mein Kissen gekrallt und gebetet, dass das alles doch nicht passiert ist.
Immer wieder des Nachts aufgeschreckt um festzustellen, dass meine rechte Bettseite wirklich leer ist und ich hier alleine bin.
Alleine in einer Stadt, die ich zwar kenne, aber die auch erst noch erforscht werden will. Um einheimisch zu werden.
Ganz alleine bin ich hier theoretisch ja nie, weil ich Freunde habe, aber des Nachts ist es doch eben anders. Sobald der Mond am Himmel steht und auf mich herabscheint habe ich das Gefühl, dass er mir folgt, damit ich zumindest einen bekannten Freund am Firmament mein Eigen nennen kann.

Es ist nicht selten, dass ich - auch heute noch - den Mond ansehe und zu weinen beginne.

Und nun sitze ich hier, in meiner eigenen Wohnung, die ich höchstpersönlich gesucht und ausgesucht habe. Etwas, was ich nie für möglich hielt.
Ich musste Dinge verrichten von denen ich all die Jahre dachte "Das packste nich, das is zuviel". Und dann hab ich sie einfach getan. Mit Bauchweh, wohl auch mal wieder mit Tränen, aber ich habe sie gemacht.
Darum kann ich mir heutzutage im Spiegel zuzwinkern wo früher nicht einmal ein müdes Lächeln reichte. Kann mich ansehen und sagen "Ja, das bin ich. Und das ist okay. Mehr als okay."

Ich habe mich von allen metaphorischen Ketten losgesagt und habe mein Leben begonnen. Mein eigenes, eigenständiges Leben. Mit einem eigenen Bett, Kühlschrank, eigenen Möbeln. Durch die Tür tretend kann ich sagen "Leckt mich!", die Türe schließen und alle fünfe grade sein lassen.
Und dieses Gefühl habe ich wohl wirklich mal gebraucht. Das Ich-Sein zelebrieren.
Amsel unleashed.

Die letzten Jahre waren Kräfte zehrend, aber auch mindestens so schön, wie sie anstrengend waren; und diese guten Tage zu 'beenden' hat sehr geschmerzt in meiner Brust, ebenso wie in seiner.
Drum lasse dir sagen, du Schelm du, ich bin stolz darauf was wir hatten und noch viel glücklicher darüber was nun daraus geworden ist, denn egal wie weit entfernt, du wirst mich niemals wieder los! :)

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit, ich habe keine Ahnung ob irgendwer noch meinen Kram hier verfolgt.

Kommentare:

  1. Meine liebe Amsel,

    Wir hatten eine großartige Zeit der Zweisamkeit, klar mit Höhen und Tiefen, aber dennoch möchte ich nichts davon missen.

    Und ich bin stolz auf Dich, denn Du hast es (endlich) geschafft Dich zu trauen!
    (und ein bisschen auch auf mich, denn ich gebe mir auchn bisschen die Schuld daran ;) )
    Und was wir nun daraus gemacht haben ist etwas worauf wir auch wirklich stolz sein können, wer sonst bekommt das so vernünftig hin...

    Und recht hast Du, es hat sehr geschmerzt, und es sticht auch noch immer mal wieder ordentlich... Doch ich denke das ist auch gut und richtig so!

    Aber es war an der Zeit das Kapitel abzuschließen und ein neues zu beginnen...

    Unsere Wege werden nun nicht mehr gemeinsam verlaufen, doch werden sie sich immer wieder kreuzen! (dafür werden wir schon sorgen :P)

    Ich wünsche Dir für Deinen weiteren Weg alles erdenklich Gute, und falls es mal nicht so super läuft weißt Du ja, das Du immer jemanden zum reden hast...

    Auf das nächste Kapitel xD

    Der Schelm

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    1. Ich danke dir für diese lieben, wahren Worte, die glatt ein kleines Freudentränchen aus meinen übermüdeten Äuglein locken.
      Freue mich schon auf die nächste Kreuzung unserer Wege und viele erheiternde Sprachnachrichten via Whatsapp xD

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  2. Immer noch alles Gute auf deinem We, werte rote Eminenz. Du wirst es schon wuppen. :)

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    1. Ich danke, werte Königin.
      Hoffentlich kreuzen sich unsere Wege auch bald wieder einmal. :)

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